#wertschoepfung von #socialmedia am #arbeitsplatz; article (draft; German)

Alles social oder was?

 Die Wertschöpfung von Social Media inspirierten Arbeitsplätzen.

Enterprise 2.0 und Social Media sind in aller Munde. Nun sollen die Erfolge des kommerziellen und sozialen Internet auch Einzug in die Unternehmen finden. Informations- und Wissensarbeiter könnten mit neuen Instrumenten versorgt werden, die Kommunikation und Zusammenarbeit wesentlich vereinfachen. Durch den Einsatz von sozialen Kommunikations- und Kollaborationstechniken verändert sich allerdings die Bedeutung der Akteure wesentlich – aus dem formal geführten Mitarbeiter wird langfristig ein netzwerkorientierter Wertschöpfer. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Mitarbeiter selbst. Speziell Führungskräfte müssen “Loslassen” lernen. Sonst werfen Sie dem Potenzial, welches aus einer gut vernetzen Organisation entstehen kann, gleich von Anfang an den hierarchischen Bremsklotz in den Weg.

Sicher ist: Technologie ist nicht der Schlüssel zum Erfolg.

 Neben proprietären Lösungen für Dokumenten- und Informationsmanagement, Kollaboration und Kommunikation sprießen Cloud-Services (Socialcast, Yammer, Basecamp & Co.) wie Pilze aus dem Boden. Der gemeinsame Nenner der meisten Lösungen ist der Einsatz von Activity Streams, Kommentar-/”Like”-Funktionen und den so gerne als Allheilmittel eingesetzten Wikis. Allerdings ist das reine Imitieren von kommerziellen Internetservices nicht der Schlüssel zum Erfolg.

Es geht zum Einen darum Menschen zu Verhalten zu motivieren, welches sie im Privaten wohl schon verinnerlicht haben. Denn immer wieder wird gerne das Beispiel Facebook als Anziehungspunkt für über 650 Millionen Nutzer bemüht. Was man sich allerdings vor Augen führen sollte ist, dass die Attraktivität dieses Angebots auf den Inhalten fundiert, welche durch die Nutzer selbst erstellt worden sind. Facebook hat es geschafft, Menschen zu dem Verhalten zu motivieren, welches man sich von Informations- und Wissensarbeiten jeden Tag wünschen würde: teilen, sich mitteilen, zusammen gestalten, taggen, zentral sammeln, sich vernetzen… Und das machen sie im Schnitt über 5 Stunden im Monat. Eine Leistung, die im Bereich der Nutzerbindung für digitale Medien sicher ihresgleichen sucht. Man stelle sich einmal vor der Information Worker würde am Arbeitsplatz ein ähnliches Verhalten zeigen. Für 5 Stunden im Monat. Das ist eine Viertelstunde am Tag, an dem Mehrwert über das Projekt hinaus für Organisation Netzwerk geschaffen wird. Auch die härtesten Verfechter der Aussage “unsere Mitarbeiter sollen arbeiten, nicht bloggen” können hier einfach keinen wirklichen Ansatz für Unproduktivität finden.

Neben der Perspektive des Verhaltens von Nutzern, macht es zudem Sinn von den Elementen (Subservices) zu lernen, die im besonderen einen Einfluss auf den kommerziellen(!) Erfolg von Internetservices haben. Sowohl Amazon als auch Google haben es geschafft, die passenden Angebote in den Kontext des Nutzers zu bringen – mit dem Erfolg nachhaltig steigender ARPUs*.

Nun verkaufen Unternehmen intern allerdings nichts.

Oder vielleicht doch?

Das angehäufte Wissen kann definitiv als Wert der Organisation angesehen werden. Bietet man dieses Wissen pro-aktiv (ohne aktive Suche des Nutzers) Mitarbeitern zum Lösen aktueller Herausforderungen an, enstehen Mehrwert. Denn es besteht die Chance, dass Kollegen in einem ähnlichen Fall bereits einen wesentlichen Teil des Weges zurückgelegt haben. Dieses Wissen muss man Mitarbeiten (mehr oder weniger) verkaufen bzw. anbieten. Denn nur in den seltensten Fällen, machen sich Teams heute erst einmal auf die Suche nach potenziell passenden/hilfreichen Informationen, bevor sie in die Lösungsfindung einsteigen.

Basis dafür sind das Teilen und die Auffindbarkeit durch kontextuelle Kennzeichnung von Wissen und Information. Damit schließt sich auch der Kreis zwischen kommerziellen Subservices und dem Verhalten in sozialen Medien wieder.

Raus aus der E-Mail-Falle

Der digitale Ersatz für Brief und Fax hat sich gefühlt vom schnellen Kommunikationskanal zum Sand im Getriebe vieler Organisationen entwickelt. Neben der Tatsache, dass das Fehlen einer Kommunikationskultur für den Einsatz dieses Instruments zu nicht mehr beherrschbaren Inboxen führt, ist die Funktion des “Anhangs” eine tickende Zeitbombe für Dokumentationsqualität und -konsistenz. Speziell beim Einsatz in dezentralen Teams, in denen die Inhalte von Dokumenten gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt werden.

Alternative Instrumente oder Kanäle – egal ob Blogs, Wikis, Activity Feeds sind – sollten allerdings keine Zusatzbelastung für die Arbeit sein. Es muss sicher gestellt sein, dass alle Protagonisten in der Lage und v.a. Willens sind auf diese alternativen Kanäle zu setzen. Ansonsten erlischt auch noch der letzte Funken Effizienz der Kommunikation durch Medienbrüche und Reibungsverluste.

Zwei essenzielle Faktoren sind hier für den Weg weg von E-Mail als Hauptkommunikationsträger ausschlaggebend. Einerseits müssen sich die neuen Services zum Austausch von Informationen nahtlos in den Arbeitsalltag integrieren. Als intuitiv bedienbarer Bestandteil des umfassenden Angebots für (Zusammen)arbeit am digitalen Arbeitsplatz muss dem Anwender eines sofort ins Auge springen: Das ist einfacher als E-Mail. Das macht mehr Sinn. Das ist kein Mehraufwand. Dieses Bestreben nach intuitiver Bedienung sollte allerdings nicht kategorisch ausschließen, die eine oder andere Benutzergruppe auch mit Trainings und persönlicher Hilfestellung zu begleiten.

Neben der Einfachheit ist die Konsequenz, mit der man sich dem Abwenden von E-Mail nähert, wichtig. Das heißt nicht, dass man die Nutzung alternativer Kanäle in die Organisation “befehlen” kann. Es geht mehr darum, dass die schrittweise und verdaubare Einführung alle Bereiche einer Organisation erreicht. Ansonsten wird es speziell für Schnittstellenfunktionen zu einer unüberwindbaren Herausforderung mit allen Kontakten konsistent und effizient in Kontakt zu treten.

Die Wertschöpfung liegt in den Schnittstellen

Es gibt für nahezu jede Anforderung in der Geschäftswelt heute die passende Keule in Form von Software. Von den kommerziellen und sozialen Medien können wir lernen, wie diese übergreifenden Angebote intelligent und nutzerorientiert miteinander verknüpft werden können – oder besser: müssen. Denn gemessen werden die meisten Mitarbeiter immer noch an ihren Kerntätigkeiten und dem Erfolg der produktiven Arbeit. Vernetzung oder re-Aktivierung von Wissen steht in den wenigsten Zielvereinbarungen. Diese Effekte müssen, wenn man nicht bereit ist grundlegend an individueller Erfolgsmessung zu arbeiten, als Nebeneffekt des operativen Arbeitens entstehen. Dafür müssen Services und Subservices geschaffen werden, die sich nahtlos an die Kerntätigkeiten anschließen und Stück für Stück die Veränderung in Richtung Enterprise 2.0 vorantreiben. Wie z.B. das Taggen von Dokumenten, ohne dass ein Mitarbeiter ratlos vor einem weißen Eingabefeld sitzt. Oder der Vorschlags-Assistent für neue Mitarbeiter, der gleich die passenden Dokumente, Blogs und Kollegen parat hat.

* ARPU – Average Revenue per User / Durchschnittlicher Gesamtwert eines Kunden

This is a draft for a short article as part of a conference promotion… Go, Google Translate it and send me some feedback ;))

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s